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Sie ist eingebettet in
eine liebliche Landschaft, auf der einen Seite von der Adria
umspült und auf der anderen Seite von den Monti Sibillini, den
spektakulären „Blauen Bergen“, geschützt. Eine Gegend, in der
sich der Blick im Bewundern jener sanften, schlichten Schönheit
verliert, wo Kultur und Kunst im Laufe der Jahrhunderte stets
üppig erblühten. Die Entstehung der heutigen Provinz ist die
langerwartete Krönung einer Entwicklung, die im fernen 1860
begann, als ihr jenes Privileg entzogen und sie damit zum
Schweigen verurteilt wurde. Aber der Reichtum lässt nie auf sich
warten, wenn die Erde fruchtbar ist: es genügt, einen Blick auf
die Hauptstadt der Provinz, Fermo, zu werfen. Hier überlagern
sich Romanik, Flamboyantstil, Renaissance und Barock – ihre
herrliche Kathedrale, das Theater, ein kostbares Schmuckstück
des 18. Jahrhunderts, die Adelspaläste – all das suggeriert die
Noblesse und Macht dieser Stadt in den Jahren ihrer Geschichte.
Auf den Noten antiker musikalischer Tradition bietet die “città
della musica” (“Stadt der Musik”) Veranstaltungen höchsten
Niveaus und kann voller Stolz auf das Pergolesi-Konservatorium
verweisen, das heute gemeinsam mit zwei anderen
Universitätsinstituten – Ingenieurwesen und Kulturelle Güter –
Freie Universität ist. Obligatorisch ist auch die Besichtigung
des Diözese-Museums, in dem Werke von unschätzbarem Wert zu
sehen sind, der Pinakothek, der Bibliothek und des
Volkskundemuseums, das in Italien in dieser Art etwas Einmaliges
ist. Die Kulisse der Provinz von Fermo ist in ihrer Ganzheit
unglaublich reich, mit jenen, auf den Gipfeln der Hügel
verstreuten 40 Dörfern , die kostbare Schatztruhen der Kunst,
Kultur und vor allem auch der Arbeit darstellen. Denn hier hat
die Arbeitsamkeit ihrer Einwohner in bedeutendem Maße zum
internationalen Ruhm der Provinz beigetragen, die hiesigen
Marken sind der Stolz des ganzen Landes. Auf die Herstellung von
Schuhen oder Hüten spezialisierte Produktionsstätten, die
mechanische Industrie, die Informatik und Elektronik haben zur
Bildung modellhafter Gewerbeviertel in den Städten geführt,
deren Aktivitäten sich in den umliegenden Straße gruppierten.
Darüber hinaus folgen sportliche Veranstaltungen und Initiativen
einander in engmaschigem Rhythmus das ganze Jahr über.
Warmherzig werden die Besucher hier mit antiken
weingastronomischen Traditionen, typischen Gerichten, die von
berühmten DOC-Weinen wie dem Rosso Piceno, dem Falerio, dem
“vino cotto” („gekochter Wein“) und zahlreichen anderen lokalen
Weinen begleitet werden, in Empfang genommen. Die Provinz von
Fermo bietet unzählige Reize - auch für den Gaumen, mit jenen
überall bekannten Spezialitäten, die von der Salami “ciauscolo”
über Maccheroncini di Campofilone und den süßen weihnachtlich
aromatischen “frustingo” (Süßspeise aus zerkleinerten Äpfeln,
Rosinen, Zimt und anderen Zutaten) bis zum kaltgepressten
Olivenöl mit hundertjähriger Tradition reichen. |